Audi, BMW, Mercedes-Benz - Im Wettbewerb um die Führung im Premiumsegment werden derzeit die Karten neu gemischt. Jeder der Rivalen sieht sich gut aufgestellt und will bei Stückzahlen und Ergebnis zulegen.

VON WALTER MISSING

Die Krise in der Automobilindustrie scheint – weltweit betrachtet – überwunden. Jetzt gilt es für die Hersteller, sich für die Zukunft zu rüsten – mit neuen Produkten, Technologien und Allianzen. Die Ausgangspositionen der Hersteller sind dabei ebenso verschieden wie ihre strategischen Weichenstellungen. Fest steht: Globale Ausrichtung ist das Gebot der Stunde. Davon wird auch das Geschäft in Deutschland profitieren. Umgekehrt ist unbestritten, dass Erfolge im Heimatmarkt von entscheidender Bedeutung für die weltweite Durchsetzungskraft einer Marke sind und bleiben. Wo stehen in diesem Spannungsfeld die Premiummarken Audi, BMW und Mercedes-Benz? Wie kommen sie in der realen Welt, sprich dem aktuellen Geschäft im Handel in Deutschland, zurecht? Wohin steuern die Konzerne? Und wie klar ist, was dabei am Ende herauskommen wird? Eine Bestandsaufnahme und eine Standortbestimmung aus deutscher Sicht. more…


DAIMLER AG Dr. Dieter Zetsche (ver)sucht einen Neuanfang.
Skepsis ist angebracht.

Die Zahlen, die Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche am 18. Februar in Stuttgart bei der Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr 2009 vorlegen musste, waren unerwartet schlecht. Unter dem Strich stand ein sattes Minus von rund 2,6 Mrd. Euro. Auch wenn etwa zwei Drittel des Verlusts von 1,5 Mrd. Euro vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf das Konto des um 45% rückläufigen Nutzfahrzeuggeschäfts gingen, hat der Konzern damit deutlich schlechter abgeschnitten als seine unmittelbaren Wettbewerber. BMW wird das Krisenjahr 2009 mit einer schwarzen Null abschließen und die Ingolstädter dürfen sich voraussichtlich sogar über einen neuerlichen Gewinn freuen. more…